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Einleitung zur NO!art-Anthologie |
Von Brian O'Doherty (1971) |
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in: Lurie, Boris; Krim, Seymour: NO!art, Köln 1988 |
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Es ist äußerst schwierig, eine Kunstrichtung zu schaffen, die von der Kunstgeschichte stillschweigend Übergängen und von den Kunstzeitschriften abgelehnt wird, die die Sammler in Verlegenheit bringt und von den meisten Künstlern als Beleidigung empfunden wird. Boris Lurie, Sam Goodman und Stanley Fisher gelang es hingegen, mit ihren Aktivitäten in der March Galerie (New York) und später in der Gertrude Stein Galerie diese große Ablehnung zu erreichen. |
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Brian O’Doherty, 1928 in Irland geboren, emigrierte 1957 in die Vereinigten Staaten. Fünfzehn Jahre später brachten ihn Ereignisse im Norden Irlands dazu, offiziell seine Identität als Künstler zu wechseln. An einem Tag im Jahre 1972, der bekannt wurde als „Bloody Sunday“, marschierten Hunderte irischer Zivilisten in Derry im Stadtteil Bogside auf, um gegen die Verhaftung politischer Aktivisten zu protestieren. Britische Soldaten eröffneten das Feuer auf die Protestierenden. Dreizehn wurden getötet. Später im selben Jahr schwor O’Doherty im Project Art Center in Dublin vor 30 Zeugen und einem Notar, seine Kunstwerke mit dem Namen Patrick Irland zu signieren „bis es endlich soweit ist, dass die britische Militärpräsenz aus Nordirland verschwunden ist und allen Einwohnern ihr ziviles Recht gewährt wird.“ Seine Romane sind „The Strange Case of Mademoiselle P.“ (New York, Pantheon, 1992); und „The Deposition of Father McGreevey“ (New York, Turtle Press, Books & Co., Helen Marx Books, 1999/London, Arcadia Press, 2000), das 2000 in der engeren Wahl war für den Booker Prize. Ebenfalls bekannt als der Künstler Patrick Ireland ist er Professor der Fine Arts and Media am Southampton College Campus der Long Island Universität. Eine größere rückblickende Ausstellung von O’Dohertys Arbeiten ist für das Frühjahr 2004 geplant in der Hugh Lane Gallery of Modern Art in Dublin mit weiteren Veranstaltungen in Europa und den USA. „Inside the White Cube“ (University of California Press, 1999) und „American Masters: The Voice and the Myth“ (New York, Random House, 1998) gehören ebenfalls zu den Arbeiten des Kunstkritikers und Historikers. Er lebt in New York City und im italienischen Todi.
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