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ZUM TOD VON WOLF VOSTELL: 3. APRIL 1998, BERLIN

Nachruf von Boris Lurie

Publiziert in: Boris Lurie, Geschriebigtes/ Gedichtigtes, Stuttgart 2003

Der von den deutschen Künstemachers
Künstlernarren
mag unbeliebter, auch verhöhnter
reine deutsche schwerer Stücke,
Schwergewichtler
Arisch Jude-Chossid
ist nun leider leider
seine Nein!Kunst NO!art blutend Krücken
auf dem gegenüber-Ufer dieses Flusses
Eingang laufen lassen:
und wir sollten sowohl möglich,
zur Vereinigung der ungeschäftlich
Leben-Todes unterdrückten Wirklich-Künste,
von hieraus, mit dieser diesseits Muskelwehe
ihm daran behilflich sein –
sind wir alle doch in seine Backen-Peyuss
betonhärtig, Vostellhaarig,
Vostellhartig eingehakt.

BORIS LURIE: Geboren 18. Juli 1924 in Leningrad (St. Petersburg). Ein Jahr später zogen seine Eltern mit ihm nach Lettland (Riga). An einer deutschsprachigen Schule erlernt er seine baltische Ausdrucksweise. Nach der Besetzung seiner Heimat war Lurie von 1941 bis 1945 gefangen in den KZs Riga, Lenta, Stutthof und Buchenwald. Nach der Befreiung durch die Amerikaner 1946 Emigration in die Vereinigten Staaten. 1954-55 Aufenthalt in Paris. Begründete 1959 zusammen mit Goodman und Fisher die NO!art-Bewegung in der 10. Straße in New York (March Group & Gallery). Ist nach wie vor involviert in der Fortsetzung der NO!art-Bewegung. — Gestorben 2008 in New York.  |  linkMEMO

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